s. Panzerjägerabteilung 654

Vielen Dank an Karlheinz Münch, den Autor der Chronik, für die Bilder und den Text.
Weitere Infos über sein Buch siehe unten!


Aufgestellt am 26.08.1939 im Wehrkreis X.

Zum Beginn des Frankreich-Feldzugs unterstand die Abteilung der 4. Panzerdivision und war in ihren 3 Kompanien mit je 12 Pak36 (3,7cm) ausgestattet. Am 24.Juli wurde die Abteilung als Armeereserve der 18. Armee (Heeresgruppe C) unterstellt.

Zu Beginn des Unternehmens Babarossa war die Abteilung dem XI. Armeekorps, Panzergruppe 2 (Guderian) unterstellt. Die Ausstattung wurde um je einem Zug mit 4 s.Panzerbüchsen41 ergänzt. Danach wechselte die Unterstellung zum XII. Panzerkorps und die Abteilung nahm an der Operation Taifun (Angriff auf Moskau) teil.

Im Juni 1942 wurde die Abteilung neu ausgerüstet mit 2 Kompanien mit je 12 Pak40 und eine Kompanie mit 12 Pak 97/38(f) und nahm an der Sommeroffensive Richtung Kaukasus (Operation Blau) teil.
Im Rahmen der Offensive wechselten die Unterstellungen öfters. So zum Beispiel von der 298. ID zum II. Italienischen Korps der 8. (it.) Armee.

Für die anstehende Operation Zitadelle wurden der Abteilung im April 1943 die schwere Panzerjägerkompanie 518 und die 1./Pz.Jg.Abt. 168 unterstellt. Nach Abgabe aller gezogener Geschütze wurde die Abteilung komplett auf den Panzerjäger Ferdinand (Elefant) in Rouen (Frankreich) umgeschult und im Rahmen der 15. Armee ausgebildet.

       

Als II./Panzerjägerregiment 656 nahm die Abteilung an der Operation Zitadelle teil und gab nach der, für die Abteilung nicht erfolgreichen Schlacht die letzten verbliebenen Jagdpanzer an die I./Panzerjägerregiment 656 ab und verlegte ohne Panzerausstattung wieder zurück nach Frankreich.

Am 01.09.43 wurde die Abteilung in "s.Panzerjägerabteilung 654" umbenannt und wurde im Laufe der kommenden Monate mit Jagdpanthern ausgestattet.
Nach der Landung der Alliierten in der Normandie im Juni 1944 wurde eine Kompanie mit 8 Jagdpanthern an die Panzerlehrdivision abgegeben. Der Rest der Abteilung nahm an den Kämpfen im Rahmen des XXXXVII. Panzerkorps teil.
   

Nach den Kämpfen in Frankreich wurde die zerschlagene Abteilung in Grafenwöhr neu aufgestellt und wurde mit einer gemischten Ausstattung Jagdpanther - Panzerjäger IV L770(V) ausgestattet und nahm im Januar 1945 an der Operation "Nordwind" der 1. Armee (Heeresgruppe G) teil.

Die Abteilung kapitulierte im Ruhrkessel nachdem sie im Raum Remagen eingesetzt war.


Quelle: "Die Panzerjägerabteilung 654" von Karlheinz Münch
Infos unter: http://www.jjfpub.mb.ca
Mehr als 600 Seiten und über 700, zum Teil unveröffentlichte Fotos!!!